Luziakapelle
Luziakapelle
Luziastraße
50389 Wesseling
Historisches
Das Erscheinungsbild der Kapelle ist durch die Wiederaufbauphase nach dem großen Schadensfeuer im Jahre 1725 geprägt. Bereits Anfang des 13. Jh. bestand die Kapelle im Besitztum der Siegburger Abtei.
Sie gelangte, unsicheren Quellen zu Folge, vor Mitte des 13. Jh. in den Besitz des Zisterzienserinnenklosters Ophoven bei Heinsberg. Kurz zuvor, 1238, hatte bereits der in Oberwesseling begüterte Kölner Kanoniker Ludwig von Lülsdorf diesem Kloster reiche Schenkungen in der Nachbarschaft vermacht.
In der frühen Phase des 13. Jh. war die Kapelle mit einem geschlossenen Hof verbunden; der heutige zweigeschossige Wohnflügel von 1725 dürfte auf den Grundmauern eines dieser romanischen Hofflügel errichtet sein. 1250, schon kurz nach diesen großen Schenkungen, gelangte der Besitz in die Obhut des Kölner Sioniterhofes, in dessen Abhängigkeit er sich bis Anfang des 19. Jh. befand.
Wichtig war die Bedeutung des Hofes als Tafelgut des Sioniterklosters sowie seit dem 16. Jh. auch als zusätzlicher Stapelhof für den Zehnten des weithin bedeutenden Siegburger Klosters und als Gerichtsstätte mit der benachbarten Luziakapelle. Die Luziakapelle ist als Bau- und Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Wesseling eingetragen.


