Naturschutzgebiet Entenfang
Naherholungsgebiet Entenfang
Stadt Wesseling
- Der Bürgermeister -
Bereich Stadtplanung/Grünflächen
Herr Peter Pfannkuche
Alfons-Müller-Platz
50389 Wesseling
Telefon: 02236/701-360
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Historisches
Der Entenfang ist über die Grenzen der Stadt Wesseling hinaus als nährstoffreiches Flachgewässer in der Altstromrinne des Rheins bekannt. Das Gebiet wurde 1969 wegen seiner Bedeutung für die Vogelwelt, insbesondere als Rastbiotop für durchziehende Watvogelarten, unter Naturschutz gestellt. Der 1679 erstmalig erwähnte Name "ähndtenfang" beschreibt eine historische Entenfanganlage, die der Kölner Kurfürst Clemens August im früheren Feuchtgebiet zwischen Berzdorf und Keldenich errichtete. Um 1750 wurde unweit dieser Entenfanganlage ein Jagdschlösschen, das Haus Entenfang, erbaut und von hier aus neben der Entenjagd auch die Reiherbeize mit Jagdfalken betrieben.
Für eine zeitweilige Wasserführung des Entenfanges sorgten der Dikopsbach und der Palmersdorfer Bach sowie das Hochwasser des Rheins, die jedoch in den durchlässigen Kiesböden versickerten. In der zeitweilig überfluteten Senke betrieben Bauern aus den angrenzenden Orten eine Grünlandwirtschaft. Mit der Zunahme der Nährstoff- und Schlammeinträge auf Grund veränderter Landbewirtschaftung im Einzugsgebiet des Entenfanges verwandelte sich die periodisch überflutete Senke in eine dauerhafte Wasserfläche. Die Landwirtschaft musste zurückweichen. Schließlich war zur Vermeidung von Überflutungen der Siedlungen 1976 der Bau eines Abflusskanals unmittelbar zum Rhein erforderlich. Seither ist der Wasserspiegel am Auslaufbauwerk regulierbar.
In den 70er Jahren wurde die Parkanlage zwischen Entenfangteich und Haus Entenfang erstellt. Der Entenfang geriet als Erholungsgebiet stärker in das öffentliche Interesse.
Mit 75.000 Quadratmetern Fläche ist der Entenfang das Herzstück der Freizeit- und Erholungsangebote der Stadt an ihre Bürger und Gäste. Hier kann man grillen, spielen, wandern, feiern, sich sonnen - oder ganz einfach ausspannen und nichts tun.


