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07.06.2021: Schulcampus Wesseling: Raumkonzept entsteht, Gesamtschulgründung verschoben

07.06.2021: Schulcampus Wesseling: Raumkonzept entsteht, Gesamtschulgründung verschoben

Der Schulausschuss der Stadt Wesseling empfiehlt dem Rat der Stadt das von der Beraterfirma VBD vorgelegte pädagogische Raumkonzept für die zu gründende Gesamtschule und bestätigt auch die Einschätzung der Stadtverwaltung, dass das schadstoffbelastete Gymnasialgebäude abgerissen werden soll. Das hat der Ausschuss in seiner Sitzung am 02. Juni beschlossen. Der Rat beschließt über beide Schritte auf dem Weg zur Neugestaltung der Wesselinger Schullandschaft mit einer neuen Gesamtschule, dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium und dem Auslaufen der Albert-Einstein-Realschule und der Wilhelm-Busch-Hauptschule am 29. Juni. Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium bleibt, wie damals im Zusammenhang mit der Entscheidung für die Gründung einer Gesamtschule beschlossen, erhalten, auch wenn das alte Gebäude abgerissen werden muss. Gemeinsam mit der Schulleitung wurde der zukünftige Bedarf an Klassen- und Fachräumen besprochen, damit sich das Gymnasium auf dem Gelände des Schulcampus, auch perspektivisch weiterhin gut entwickeln kann. Die Verwaltung wird auch den Abriss des schadstoffbelasteten Teils des Hauptschulgebäudes empfehlen, wenn die jetzt anstehende Raumluftmessung nicht auf einen Wert unter 100 ng/m³ Raumluft (entspricht 1/3 des derzeit gültigen Richtwertes) kommen.

Da schon jetzt klar ist, dass auf dem Schulcampus mit dem Abriss des Gymnasialgebäudes mindestens ein Gebäude weniger zur Verfügung stehen wird, mit dem die möglichen räumlichen Szenarien für die neue Gesamtschule und das Gymnasium geplant werden können, ist klar, dass die Gesamtschule nicht wie gewünscht zum Schuljahr 2022/23 sondern frühestens im Sommer 2024 an den Start gehen kann.

„Die aktuelle räumliche Situation ist schon für die drei bestehenden weiterführenden Schulen im Schulzentrum eine Belastung. Für eine neue Schule wäre sie eine zu große Hypothek. Und auch das Gymnasium braucht eine Perspektive, was Räume angeht“, kommentiert Schuldezernentin Karolin Beloch. „Wir waren optimistisch, 2022 mit der Gesamtschule an den Start gehen zu können, aber wenn nun auch noch ein Gebäude abgerissen werden muss, müssen wir einsehen, dass das nicht klappen wird.“

Genauer kann die Zeitschiene jedoch erst neu definiert werden, wenn VBD die vier Szenarien vorgelegt hat, über die der Schulausschuss im September beraten wird.

  1. Integration der Schulen (Gymnasium, Gesamtschule sowie Real- und Hauptschule, bis sie ausgelaufen sind) im Gebäudebestand mit Rückbau des ehemaligen Gymnasialgebäudes sowie Errichtung eines Erweiterungsgebäudes
  2. Integration der Schulen (Gymnasium, Gesamtschule sowie Real- und Hauptschule, bis sie ausgelaufen sind) im Gebäudebestand mit Rückbau des ehemaligen Gymnasialgebäudes und des Altbaus der Wilhelm-Busch-Schule sowie Errichtung eines oder mehrerer Erweiterungsgebäude
  3. vollständiger Rückbau Gebäudebestand und Neubau Schulzentrum am Bestandsstandort
  4. Integration Gesamtschule im Gebäudebestand und Neubau des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums an einem anderen Standort

„Wenn die Szenarien auf dem Tisch liegen, muss die Politik zu einem Beschluss kommen, mit welchem es weitergehen soll. Das wird vielleicht nicht ohne mehrere Beratungsrunden möglich sein. Danach müssen die Arbeiten ausgeschrieben werden und die Pandemie hat zudem zu Materialknappheit geführt“ ergänzt der Erste Beigeordnete Gunnar Ohrndorf. „Es gibt nicht den einen Grund dafür, dass die Zeitschiene nicht zu halten sein wird, aber im Ergebnis sieht es so aus. Für mich ist entscheidend, dass wir darüber Klarheit haben.“

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