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17.06.2020: Neubau der Feuerwache Wesseling: Mit Trippelschritten in die richtige Richtung

17.06.2020: Neubau der Feuerwache Wesseling: Mit Trippelschritten in die richtige Richtung

Die Feuer- und Rettungswache der Stadt Wesseling wurde seit ihrer Errichtung im Jahr 1974 baulich nur unwesentlich verändert. Mittlerweile ist das Gebäude am Kronenweg schlicht zu klein und entspricht auch nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Feuerwache. Die Verwaltung hat dem Rat der Stadt Wesseling daher auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Stark aus Siegen vorgeschlagen, an der Hubertusstraße auf städtischem Grund eine neue Feuerwache zu errichten. Der Rat hat nun am 16. Juni bestätigt, dass ein Neubau notwendig ist, möchte aber zunächst die Voraussetzungen für den Standort Hubertusstraße nochmals prüfen lassen, bevor eine Entscheidung fallen soll. Parallel dazu soll die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans vorangetrieben werden. Das städtische Grundstück an der Hubertusstraße ist bisher im Flächennutzungsplan als Friedhofserweiterungsfläche vorgesehen, die angesichts der Bestattungsgewohnheiten (wie zum Beispiel Urnenbestattungen) nicht benötigt werden wird.

"Ich bedaure, dass die Politik auf die Bremse getreten hat. Das wäre angesichts der umfassenden Voruntersuchungen, der klar auf der Hand liegenden Vorteile des neuen Standorts und der jahrelangen Diskussion über die Feuerwache nicht nötig gewesen", ist Bürgermeister Erwin Esser sicher. "Jeder, der jetzt behauptet, das Thema sei aus dem Nichts aufgetaucht, verkennt die Zahlen, die Mängellisten, die Bestandsaufnahmen, die seit Jahren gegeneinander abgewogen werden. Allerdings begrüße ich sehr, dass wir uns nun alle einig sind, dass die Flickschusterei an der jetzigen Wache ein Ende haben und ein Neubau geplant werden muss. So weit waren wir bisher leider nie. Deshalb werte ich den Ratsbeschluss als kleinen, aber doch als Schritt nach vorn; auch im Sinne der Feuerwehrleute und Rettungskräfte, die auf diese Einigkeit schon weit länger warten als ich und in und trotz der räumlichen Einschränkungen große Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt leisten; zuletzt in der Corona-Krise."

Bereits 2017 hatte die Feuerwehr eine Aufstellung des aktuellen und zukünftigen Raumbedarfs vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Wesseling erstellt. Sie war die Basis für eine Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Stark zum einen zu Entwicklungsvarianten am alten Standort Kronenweg unter Einbeziehung der Nachbargrundstücke und zum anderen zum alternativen Standort Hubertusstraße.

Im Ergebnis empfiehlt das Büro den neuen Standort. Dort kann ein optimiertes Raumprogramm für eine zukunftsweisende Feuerwache geschaffen und zugleich eine derzeit teilweise brachliegende Grünfläche hochwertig genutzt werden. Zudem wird am Kronenweg ein Grundstück frei, dass Nachnutzungs-und Entwicklungspotential birgt. Auch die Lage innerhalb des Stadtgebiets spricht für den neuen Standort. Denn dort wäre ggfls. eine direkte Zufahrtsmöglichkeit zur A555 denkbar.

Ein Umbau im Bestand am Kronenweg stört den Betrieb, dauert länger und wird teurer. Zudem wären dort weitere Flächen anzukaufen und für diese auch Baurecht zu schaffen. Auf dem begrenzt großen Gelände sind bei Erhalt der Bestandsgebäude sich kreuzende Wege für Fahrzeuge und Einsatzkräfte kaum zu vermeiden. Ein Neubau am alten Standort im alten Gebäude ist unter Beibehaltung des laufenden Betriebs in der bekannt hohen Qualität kaum zu leisten und belastet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die ehrenamtlichen Kräfte über Gebühr.

"Der Standort an der Hubertusstraße birgt zudem den Vorteil, dass er für eine Feuer- und Rettungswache optimal genutzt wäre. Dem städtebaulichen Konzept zur Weiterentwicklung Wesselings trotz und mit der Nähe zu den störfallanfälligen Werken der Industrie folgend wäre dort keine schutzbedürftige Nutzung wie zum Beispiel Wohnungsbau oder eine Kita möglich", erläutert der Erste Beigeordnete Gunnar Ohrndorf. Für diesen Standort müsse jedoch zunächst ein Bebauungsplanverfahren angestrengt werden, was wiederum Zeit in Anspruch nehme. "Umso bedauerlicher, dass wir nicht sofort anfangen können; auch weil Bauen mit der Zeit nicht kostengünstiger wird."

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